System- und Interaktions-Therapie (SIT) / System- und Interaktionsberatung

Das SIT Institut West bietet geeignete Aus- und Weiterbildungen, Beratung und Coaching für Fachpersonen an. Es entwickelt die methodisch-didaktischen Lernformen kontinuierlich weiter.

Zudem bietet das SIT Institut West Beratung und Coaching für Leitung und Teams, die SIT in ihrer Institution oder Region einführen möchten, an. Wir unterstützen sie bei Konzept-, Strategie- sowie Organisationsentwicklung und begleiten Veränderungsprozesse.

Auf Anfrage konzipieren wir für Kindertagesstätten, Jugendhilfeeinrichtungen, Jugendämter usw. Informationstage und Einführungsveranstaltungen.

SIT-Beratung und Coaching führen wir bei Bedarf gerne in Ihrer Einrichtung durch. Gerne unterstützen wir Sie auch bei der Implementierung des SIT-Ansatzes.

 

Die Systemische Interaktionstherapie (SIT) nach Michael Biene erklärt Auffälligkeiten und Probleme von Kindern bzw. Jugendlichen als Ausdruck von Rollenzuweisungen und Beziehungsstörungen im Familiensystem, bzw. in dem System, in dem ein Kind bzw. Jugendlicher lebt. Mit Methoden des SIT-Modells und der entsprechenden Haltung werden Eltern darin bestärkt, problemlösende Interaktionsformen zu entwickeln und diese in ihrem Alltag umzusetzen. Das heißt, Eltern werden in der Rolle der Erziehenden gefestigt bzw. übernehmen diese Rolle wieder für ihre Kinder. Im Vordergrund steht nicht der intellektuelle Zugang, sondern die emotionale Erreichbarkeit. SIT ist ein für die einzelne Familie konzipiertes Instrument. Ziel ist die Entwicklung, Stärkung und Förderung der erzieherischen Kompetenzen der Eltern. (aus: „Moderne Heimerziehung heute“, Band 6, Seite 3, 1. Auflage 2017, Hrsg. Volker Rhein, FRISCHTEXTE Verlag)

Das SIT-Modell basiert auf einer wertschätzenden allparteilichen Grundhaltung und einem strukturierten methodischen Ansatz systemischen Arbeitens. Der SIT-Ansatz lässt sich in den unterschiedlichsten Problemlagen und Settings systemischer Beratung und Therapie anwenden. Insbesondere im Bereich der Jugendhilfe sowie in allen damit verbundenen Systemebenen familiärer oder gesellschaftlicher Sozialisation von Kindern und Jugendlichen ermöglicht SIT den Aufbau einer konstruktiven Arbeitsbeziehung zu Familien und oft „verblüffende“ positive Entwicklungen.

Eine besonders hohe Bedeutung bei der Entstehung und Aufrechterhaltung von Problemen wird dabei, neben den Beziehungsmustern in den Herkunftsfamilien der Kinder, den vielfältigen Inter-aktionsmustern zwischen der Familie und ihrem Umfeld beigemessen. Weitere wichtige Inhalte des SIT-Modells beziehen sich auf Beziehungs- und Interaktionsmuster im professionellen Kontext, wie  Kommunikationsstrukturen in Teams, Muster zwischen unterschiedlichen Hierarchie- bzw. Rollenebenen innerhalb von Institutionen oder Interaktionsstrukturen zwischen Mitarbeitenden verschiedener Institutionen mit deren institutionellen Kulturen.

Mittels einer systemischen Mikroanalyse werden im SIT-Modell die problemerzeugenden oder
-stabilisierenden „Knotenpunkte“ im Beziehungsgefüge der Familie, zwischen Familie und Umfeld oder auch zwischen den verschiedenen Mitarbeitenden professioneller Systeme herausgefiltert. Anschließend werden die problemstabilisierenden Schlüsselszenen gemeinsam bearbeitet und die Beteiligten dabei unterstützt, in einem spielerischen Prozess des Ausprobierens problemlösende Interaktionsformen zu entwickeln und in ihren Alltag zu integrieren.

 

Tätigkeitfelder

  • Kinder- und Jugendhilfe
  • Jugendämter
  • KITA
  • Schulen
  • Heil- und Sonderpädagogik
  • Vernetzung von professioneller Arbeit mit Selbsthilferessourcen

 

Angebot

Das SIT Institut West entwickelt Arbeitsformen und Konzepte zu

  • Haltung und methodische Vorgehensweisen professioneller Helfender,
  • Vernetzung professioneller Hilfen mit Selbsthilferessourcen,
  • Gestaltung von Strukturen und Interaktionsmuster innerhalb von Hilfesystemen.

 

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